Man kann weder Dinge noch die Zeit festhalten. Selbst die schönsten Momente
ziehen vorüber – aber sie hinterlassen Spuren und prägen denjenigen, der sie
hat erleben dürfen.

Das Buch erzählt die Geschichte von drei unterschiedlichen Menschen über
einen Zeitraum von rund drei Wochen. Rückblicke berichten, wie sie hierher
gekommen sind und weshalb sie sich so verhalten. Unterschiedliche Charaktere
treffen aufeinander – auf der Flucht vor Altlasten und der Suche nach Liebe.
Ich möchte die Personen in dieser erfundenen Geschichte eine Wirklichkeit
erleben lassen, wie wir sie alle kennen – von besinnlich ruhig und schön bis
kalt und brutal (oder brutal kalt).

Das trotzige Kleinstadtmädchen, die unterdrückte Psychotherapeutin und der
vereinsamte Künstler – und natürlich viele Spiegel, in denen wir uns selbst
sehen… oder vor denen wir ganz einfach unsere Zähne putzen.

Die Lesenden erwartet keine reisserische Story, sondern Momentaufnahmen, in
denen das Individuum der ganz unterschiedlich denkenden, fühlenden und
handelnden Menschen im Mittelpunkt steht. Diese Momente fügen sich zu einem
Ganzen zusammen. Es finden viele Gespräche statt – denn oft werden wir uns
Dingen und Gefühlen erst klar, wenn wir darüber sprechen. Kommunikation ist
einer der wichtigsten Eckpfeiler unserer Gesellschaft – und nicht selten das
Schwierigste und Missverständlichste überhaupt.

Ohne das Ende vornewegzunehmen… mit dem Schluss habe ich mich schwer
getan. Was ist ein Happy-End? Ein Happy-End ist lediglich ein Schnappschuss
eines vergänglichen Augenblicks, in dem alles gut erscheint. Doch wohin führt
uns der Weg im nächsten Moment? Ein Happy-End könnte somit lediglich die
Kreuzung darstellen, an der wir uns für einen vermeintlich guten Weg entscheiden.

Ich hoffe, mit diesem Buch die Lesenden zum Mitfühlen, Schmunzeln, Weinen
und Lachen anzuregen. In der Hoffnung, dass man sich selbst in gewissen
Situationen wiederfindet oder dadurch andere Menschen im Umfeld besser zu
verstehen beginnt, habe ich diese Personen erschaffen. Jeder trägt seinen
eigenen Rucksack und macht sich seine Gedanken. Und das Wichtigste dabei sind
die Gefühle. Denn die Gefühle sind das, was uns zu einem einzigartigen
Lebewesen machen – nicht die rationalen, analytischen Bewertungen von Fakten,
aufgrund derer wir mögliche Entscheidungen fällen.

Ich wünsche ein herzerwärmendes Schmunzeln, mitfühlendes Herzklopfen und
eine weiterführende Offenheit gegenüber allem um uns herum. Die Welt ist so,
wie wir sie sehen wollen.